Ein nicht alltäglicher Feuerwehreinsatz

Ein nicht alltäglicher Feuerwehreinsatz

Dieses Szenario übten im Rahmen der Feuerwehraktionswoche die Feuerwehren aus Bad Kissingen, Reiterswiesen und Garitz. Angenommen wurde ein Verkehrsunfall im Bereich Reiterswiesen Armesberg, bei dem ein PKW mit zwei Personen frontal auf eine landwirtschaftliche Maschine fuhr die zwei Fässer mit Ameisensäure auf dem Frontlader stehen hatte. Durch den Aufprall wurden beide Fässer umgeworfen und die Säure ergoss sich über die im Fahrzeug eingeklemmten Personen und auf die Straße. Beim Eintreffen der Feuerwehren und dem Rotkreuz erfolgte die Lageerkundung. Da die Säuredichte nicht feststellbar war, musste die Personenrettung unter Chemikalienschutzanzügen (CSA) erfolgen. Danach teilte der Feuerwehreinsatzleiter die Einsatzabschnitte in Personenrettung, Dekonplatz und Brandabsicherung ein.  Zeit und Jahreszeitbedingt mussten die Einsatzkräfte auch die Einsatzstelle ausleuchten. Für die Personenrettung wurden zwei Trupps mit je 3 Mann unter CSA ausgerüstet. Der eine Trupp arbeitete am Fahrzeug und der zweite Trupp stand als Sicherungstrupp bereit. Über die Integrierte Leitstelle in Schweinfurt die die Übung begleitete wurde Sicherheitsdatenblätter für die weitere Vorgehensweise angefordert. Mit hydraulischen Rettungsgerät, Rettungsspreizer und Rettungsschere wurde dann von der Feuerwehr Bad Kissingen unter CSA das Unfallauto so weit geöffnet, dass eine Rettung der Personen möglich war. Auch wurde der Notarzt zur Sichtung und Erstbehandlung der eingeklemmten Personen mit einem leichten CSA Schutzanzug ausgerüstet. Nach der Rettung wurden die verletzten Personen sowie die Personen mit den CSA Anzügen auf dem Dekon Platz den die Feuerwehr Reiterswiesen aufgebaut hatte entsprechend von der Säure gereinigt. Nach der Reinigung der Patienten wurden diese dem Rotkreuz zur weiteren Versorgung übergeben. Den dreifachen Brandschutz mit Wasser, Schaum und Pulver hatte die Feuerwehr Garitz im Bereich der verunfallten Fahrzeuge aufgebaut. Das bei so einem Szenario die Zeit sehr schnell vergeht, zeigte sich, dass die letzte eingeklemmte Person erst nach ca. 50 min. gerettet wurde. Die Abschlussbesprechung wurde dann im Feuerwehrhaus Reiterswiesen durchgeführt. Übungsbeobachter Kreis- und Stadtbrandinspektor Harald Albert und Notarzt Dr. Ralph Brath bedankten sich bei den übenden Truppen und den Darstellern. Anschließend saß man noch bei einer Brotzeit kameradschaftlich zusammen.  
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